Schulverweigerung: Ein heterogenes Phänomen

Rund eine halbe Millionen Schüler in Deutschland schwänzen regelmäßig den Unterricht. Daraus ergeben sich nicht nur rechtliche Folgen, sondern auch Fragen nach Ursachen und Interventionen. Schulverweigerung ist der Definition nach eine vom Kind ausgehende Weigerung, die Schule zu besuchen, oder sein Unvermögen, den Schulalltag durchzustehen. Manche Kinder gehen überhaupt nicht mehr zur Schule, kommen ständig zu spät oder gehen morgens zur Schule und verlassen den Unterricht frühzeitig wieder. Schon daran wird deutlich, dass Schulverweigerung ein heterogenes Phänomen ist. In der kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik hat sich daher ein differenziertes Diagnoseverständnis unter drei Begriffen etabliert: Schulschwänzen, Schulangst und Schulphobie. Hinter den drei Begriffen stehen sehr unterschiedliche Begründungsmodelle für das Phänomen Schulverweigerung.

Quelle: Sonnenmoser, M. (2007) Deutsches Ärzteblatt PP 6, S. 380

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Schulverweigerung und psychische Störungen: Merkmale von schulverweigernden Kindern und Jugendlichen und ihren Familien einer kinder- und jugendpsychiatrischen "Schulverweigererambulanz"

Es werden Befunde einer auf Schulverweigerung spezialisierten kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz berichtet. Neben der klinisch ermittelten psychiatrischen Diagnose und den Behandlungsempfehlungen wurden Angaben zu individuellen Merkamlen sowie familiären Charakteristika ausgewertet.

Quelle: Knollmann, M. / Al-Mouhtasseb, K. / Hebebrand, J. (2009) Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 58 (6), S. 434-449

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Schulvermeidendes Verhalten aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht

Bei einem erheblichen Anteil von Kindern und Jugendlichen, die die Schule meiden, bestehen psychische Störungen. Die vorliegende Arbeit gibt eine Übersicht zu typischen Symptomen, Klassifikation, Entstehung, Verlauf und Therapie schulvermeidenden Verhaltens.

Quelle: Knollmann, M. / Knoll, S. / Reissner, V. / Metzelaars, J. Hebebrand, J. (2010) Deutsches Ärzteblatt 107 (4), S. 43-49

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